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drelie

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Donnerstag, 26. August 2010, 00:21

Tauchen

Hallo zusammen,
ich weiß,ich habe schon mal was übers Tauchen hier gelesen,habe mich aber nie sonderlich dafür interessiert.Nun waren wir von unserer Firma aus tauchen und was soll ich sagen?Es hat mir super viel Spaß gebracht,so dass ich mich gleich angemeldet habe.Nun habe ich doch noch ein paar Fragen an die Profis.Muß ich irgendwas beachten?Die Operation ist jetzt ein 1/2 Jahr her.Heute hatte ich keine Probleme mit dem Druckausgleich,wir sind ja auch nur 31/2m tief getaucht.L.G.Andrea

Arno73

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Donnerstag, 26. August 2010, 09:23

Hallo Andrea,

ich bin selber langjähriger Sporttaucher und ich wurde seit einem Monat ein CI implantiert (Sonata - bis 50m tauchgeeignet).
Mein Bekannte hatte die gleiche Sorte implantiert im Februar und von ihr habe ich erfahren, daß nach 8 Monaten wieder tauchen darf!

Aber am besten fragt an deinem CI-behandelten Arzt, ab wann du tauchen darf und was du mit der Taucherbrille tragen beachten muss!

Ansonsten brauchst du nicht weiteres Beachten bis auf Empfehlung von deinem CI-behandelten Arzt!

Gruß
Arno
Von Geburt an taubheit-grenzend Schwerhörig.
07.2010 L: MED-EL SonataTI100 / EA 9.2010, Standartelektrode.
10.2011 R: MED-EL SonataTI100 / EA 11.2011, Flexsoftelektrode
Beidseitig OPUS 2XS

silvie

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Mittwoch, 1. Dezember 2010, 06:40

ich bin auch langjährige taucherin, seit 1993 und habe fast 400 tauchgänge, in deutschland und auch hier in der schweiz hatte ich bei verschiedenen ärzten schwierigkeiten, wegen den tauglichkeitsuntersuchungen, die man jährlich frisch vorzeigen muss . es ist bei vielen ärzten kontraindiziert, als CI-träger zu tauchen, da hilft auch nichts zu sagen, dass man schon jahrelang brevetiert ist( ich bin rescue-diver).. nein die wollen nicht hören.. ich kenne zum glück ärzte, die es anders sehen und wenn man gesund ist, den tauglichkeitschein(und untersuchung) trotzdem ausfüllen.. es gibt wohl ein handbuch, wo drin steht CI=kontraindiziert... son blödsinn.. ich war 1993 die erste , die mit dem CI tauchte, die firma cochlear hatte keinerlei referenzen.. bisher habe ich niemals probleme gehabt, ich kenne meine grenzen und geniesse es einfach schwerelos unter wasser zu sein :)
liebe grüsse von silvie :-)


_____________________________________
links nucleus22 /1992, rechts freedom /2007

andersegis

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Mittwoch, 8. November 2017, 22:36

tauchen news

Hi,

Gibt es irgendwelche Updates zum Thema tauchen?

Bin gerade in Australien und wollte super gerne einen Tauchkurs belegen. Die wollen aber wegen ihrer Versicherung ein "unconditional" ( ohne "aber") Attest haben, das es Ok ist zu tauchen.

Ein medizinisches Attest bekomme ich von meinem behandelnden Arzt schonmal nicht. Laut ihm "grob fahrlässig" sowas auszustellen. Verwiesen hat er mich an den Implantat Hersteller (bei mir AB) um es zumindest aus technischer Sicht beglaubigen zu lassen.

Hat jemand von euch AB und geht tauchen/ Infos hierzu? (Great Barrier Reef ist bis 18 meter tief.) Reicht das Attest vom Hersteller als Beweis wenn ich das bekommen sollte?

Danke und Grüße,
Eric

andersegis

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5

Donnerstag, 9. November 2017, 04:08

Ach mist. Scheint sich hiermit wohl erledigt zu haben.

Das neue von AB (natürrlich schlechter) kann nur bis 10 Meter tauchen.
:(


Scuba diving recommendation
Based on pressure testing conducted in a simulated environment, the 1.2 Internal Cochlear Stimulator (ICS) of the Clarion cochlear implant system may be subjected to a pressure of 4 Atmospheres (ATM) absolute (99 ft / 30m below surface). These test results apply only to patients implanted after January 1, 1997.
Based on pressure testing conducted with the HiRes 90K, it was determined that the implant can be subjected to consistent pressure of 2 ATM absolute (33 ft / 10m below the surface).
Patients wishing to scuba dive should consult with their physicians before engaging in this activity. The long-term effects of repeated pressure cycling on the ICS are unknown. There may be risks from scuba diving, or diving to any depth, because of the pressure, tight-fitting masks/headgear, and other possible medical risks.
Yours sincerely,
Jade Parr
Sales Manager, Clinical and Technical Specialist
Advanced Bionics Australia
12 Inglewood Place, Baulkham Hills, NSW 2153

Nikita

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Donnerstag, 9. November 2017, 15:10

Tauchen und kaputte Ohren?

Ich durfte von meinem HNO her nicht tauchen, weil ich eben einseitig taub sei und die Gefahr dass das Trommelfell oder sonst was des Ohres ein Problem bekommt sei einfach zu gross, dies auch ohne CI.
Meine Schwester ist Tauchinstruktorin und ich war schon mehrmals in Australien und ging eben nie tauchen weil ich immer den HNO im Hinterkopf hatte der meinte es sei zu riskant. Ich wurde immer und immer wieder gefragt ob ich nicht doch mal einen Versuch starten würde, aber eben.
Und hier rundherum tauchen alle, selbst mein 9 jähriger Sohn hat schon ein Tauchbrevets die man in dem Alter machen kann und Mama steht immer am Ufer/Rand und schaut sehnsüchtig zu.

Mit CI würde es für mich erst recht nicht in den Sinn kommen, vielleicht bin ich aber zu ängstlich oder übervorsichtig?

Franzi

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Donnerstag, 9. November 2017, 16:11

Ich selber war noch nie tauchen. Ich denke, das wenn man einiges beachtet und man nicht so mega weit runter tauscht das dann die Gefahr von reißen des Trommefells nicht so groß ist, zu mal wenn man bedenkt das so ein reißen des Trommfells ja auch beim Start des Flugzeugs passieren kann, dann dürfte man ja auch nicht fliegen, vlt seh ich das auch falsch.

Das risiko das das Trommfell reißt steigt denke ich nicht an mit CI. Das Implantat ist ja im Innenohr und nicht im Mittelohr bzw. am Trommfell, wenn man eine bestimmte Zeit nach der Op tauchen geht, das wird das risiko auf dem selben level liegen wie wenn man kein CI hat. Die hersteller geben eine bestimmte Tiefe an bis wohin man tauschen darf/sollte, wird nicht gemacht damit sie nicht haftbar gemacht werden können wenn etwas passiert, und jemand noch weiter runter taucht. Würde jetzt jemand ein Amerikaner z.b 100m weit runter tauschen und es wäre kein Hinweiß dabei dann ginge das für die Hersteller gleich in die Millionen.
MedEl Synchrony -Sonnet CI 30.9.2014
EA 27.10.2014
links. Cochlear 512 10.11.2010
EA 6.12.2010
re-implantation 9.5.2011
EA 14.6.2011

Konrad

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Donnerstag, 9. November 2017, 16:59

Moin,

ich war mal Taucher, und habe mich dementsprechend damals auch für die Physik interessiert.

Ich denke, das wenn man einiges beachtet und man nicht so mega weit runter tauscht das dann die Gefahr von reißen des Trommefells nicht so groß ist, zu mal wenn man bedenkt das so ein reißen des Trommfells ja auch beim Start des Flugzeugs passieren kann, dann dürfte man ja auch nicht fliegen, vlt seh ich das auch falsch
Die Unterschiede zwischen Tauchen und Starten beim Fliegen sind doch immens. Während wir beim Tauchen schon bei 10m Tiefe von einer Verdopplung des Druckes sprechen 1 bar...2 bar, so hat man beim Fliegen doch immer so um die 0,7 bar um die Ohren. Eine Gefahr des Reissens vom Trommelfell sehe ich aber unabhängig vom CI nicht. Der Druckausgleich wird auch in 20, 30, oder mehr Meter Wassertiefe immer durch die Eustachsche Röhre hergestellt (im Flugzeug reißt ein Trommelfell sowieso nicht (0,3 bar Differenz), oder weiß da jemand einen Fall?).

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass CI-Träger physikalisch gesehen auch tauchen können. Im Implantat selber dürften keine Gaseinschlüsse sein, die ja nur für Entzündungen sorgen würden. Gut, den Prozessor würde ich schon an Land lassen wollen, aber unter Wasser ist hören ja eher störend. Einzig Probleme mit dem Gleichgewichtssinn sind ein KO-Kriterium. Wenn man mit dem kein Problem hat, UND(!) die Trommelfelle nicht porös sind, spricht meiner Meinung nach nichts gegen die Taucherei. Aber, da ich seit einigen Jahren nicht mehr tauche, habe ich mich mit der Thematik auch nicht mehr beschäftigt. Nichts desto trotz dreile: Mach Dich doch mal schlau bei AB in Fellbach, ob und was die da dagegen haben könnten. Ich freue mich auf Deine Rückmeldung

LG Konrad
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Konrad

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Donnerstag, 9. November 2017, 18:06

Hi Nikita,
Ich durfte von meinem HNO her nicht tauchen, weil ich eben einseitig taub sei und die Gefahr dass das Trommelfell oder sonst was des Ohres ein Problem bekommt sei einfach zu gross, dies auch ohne CI.
ich weiß nicht, ob das irgendwelche medizinische Gründe hat, aber hast Du das schon mal von jemand anderem HNO prüfen lassen?
Kommt mir ohne weiter Erklärung jedenfalls etwas dubios vor

LG Konrad
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Nikita

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10

Donnerstag, 9. November 2017, 19:31

Nein, das habe ich nicht gemacht, ich dachte er wisse schon wieso.
Nun habe ich aber einen neuen HNO, ich werde denn mal fragen wieso. Mir war das Risiko von Ohrenproblemen eh zu gross und da ich ständig mal wieder Mittelohrentzündungen und Nasennebenhöhlenentzündungen hatte bin ich da eh vorsichtig gewesen und wollte nichts unnötig riskieren.

Tauchen und Fliegen ist schon nicht das gleiche, selbst wenn ich im Schwimmbad nur 2 Meter tief tauchen musste, z.B. beim Rettungsschwimmerkurs habe ich mehr Druck als wenn ich mit dem Flieger unterwegs bin. Ich bin relativ oft mit dem Flieger unterwegs und spüre vor allem bei den kleinen Propellerflieger hier die Landung jeweils schon, aber eben nicht so wie beim Schwimmen.

Ihr habt mich da grad auf eine neuen Idee gebracht, evtl. also doch mal mit Schwesterherz tauchen gehen?

Konrad

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Donnerstag, 9. November 2017, 19:45

Moin Nikita,

Nun habe ich aber einen neuen HNO, ich werde denn mal fragen wieso
Jupp, unbedingt fragen. Stichwort Gleichgewichtsorgan und perforiertes Trommelfell

Tauchen und Fliegen ist schon nicht das gleiche, selbst wenn ich im Schwimmbad nur 2 Meter tief tauchen musste, z.B. beim Rettungsschwimmerkurs habe ich mehr Druck als wenn ich mit dem Flieger unterwegs bin. Ich bin relativ oft mit dem Flieger unterwegs und spüre vor allem bei den kleinen Propellerflieger hier die Landung jeweils schon, aber eben nicht so wie beim Schwimmen.
Druckausgleich ist da das Zauberwort (durch die Eustachsche Röhre). Manche kriegen den durchs Schlucken hin, andere halten die Nase zu und pressen Luft dagegen. Sollte man auch im Schwimmbad machen.
Ihr habt mich da grad auf eine neuen Idee gebracht, evtl. also doch mal mit Schwesterherz tauchen gehen?
Natürlich, wenn nichts von oben gesagte dagegen spricht. Viel Spaß :)

LG Konrad
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Nikita

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Donnerstag, 9. November 2017, 19:55

Danke Konrad.

Druckausgleich kenne ich, funzt leider nur wenn man nicht erkältet ist.

ich glaube als Kind war bei mir das Gleichgewicht ein Problem, ich hatte zu Beginn resp. nach meiner Ertaubung Mühe damit und auch im Sportunterricht bei neuen Sachen war ich nicht grad die Leuchte und hab immer mal wieder am Reck einen unfreiwilligen Abgang gemacht durch Schwindel, habe dann aber über die Jahre geschafft mit Ballet und viel verschiedenen Bewegungsarten und seither nie mehr gross Probleme, ausser dass mir beim Auto fahren als Beifahrer und teilweise auch auf See rascher übel wird als anderen.

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Donnerstag, 9. November 2017, 22:19

Kenne ich auch

auch beim Start des Flugzeugs passieren kann

Bei Landung und Start habe ich da massive Probleme.
Muß zuvor Druckausgleich durch Nase zu halten und permanentes Schlucken machen.
Sprühe auch die Nase mit Nasenspray voll, bis es raustropft.
Wenn ich das nicht mache, bekomme ich sehr starke Schmerzen im Bereich der Stirnhöhlen.
Irgendwie ist da bei mir was anatomisch abnormal in der Nase.
Gruß Bestager

-----------------------------------------------------------------------
Rechts Implantat seit 6/2006, Cochlear Nucleus 5
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"Ich glaube an das Pferd. Das Emobil ist eine vorübergehende Erscheinung."
@ Kaiser Wilhelm II

Konrad

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Freitag, 10. November 2017, 17:05

Moin Nikita,

...ausser dass mir beim Auto fahren als Beifahrer und teilweise auch auf See rascher übel wird als anderen...
Das passiert so einigen auch mit gesundem Ohr

Druckausgleich kenne ich, funzt leider nur wenn man nicht erkältet ist
Erkältet ist Tauchen sowieso nicht so klug ;)

Wenn Du nun tatsächlich in Erwägung ziehst, dieses tolle Hobby mal an zu testen (Deine Schwester ist Instruktorin in DownUnder?):

- Der erste Gang ist der zum Hausarzt, dem Du Dein Ansinnen erklärst. Wenn der nicht weiß wie, wird er Dich zu einem Internisten o.Ä.überweisen. Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung ist unabdingbar, auch zum Eigenschutz. ,
- Bei dieser Untersuchung wird Dein allgemeiner Gesundheitszustand und Deine Fitness geprüft. Man glaubt es kaum, aber je größer die Fitness, desto größer auch der Spaß unter Wasser.
- Wenn diese Hürde mit EKG etc.erfolgreich absolviert wurde (Lass Dir das schriftlich bestätigen), denke ich noch an 2 ev.Hindernisse:
- Permanenter Schwindel ist ein KO-Kriterium. Aber ich interpretiere aus "Übelkeit als Beifahrer", dass Du selber ohne Weiteres Auto fahren kannst. Die "Übelkeit als Beifahrer" erleide ich bei so manchem Fahrer auch schon immer :D , war nie ein Problem beim Tauchen.
- Das absolute NoGo ist/sind perforierte(s) Trommelfell(e). Wenn der Kopf unter Wasser kommt wird das Mittelohr "geflutet", und damit auch das Gleichgewichtsorgan. Gelinde gesagt führt das dann zu Funktionsstörungen, die Schwindel und/oder Orientierungslosigkeit hervorrufen können. Im schlimmsten Fall taucht man dann in einer Krisensituation (Versagen des Lungenautomaten) ab statt aus. Es soll sehr erfahrene Taucher geben, die das durch genaue Beobachtung (aufsteigende Luftblasen) kompensieren, aber verlassen wollte ich mich darauf nicht


Ich habe gerade die Latte ziemlich hoch gelegt, da ich damals in Deutschland zum Tauchen bei der DLRG gekommen bin. Man taucht da auch in der Ausbildung in Gewässern, die ab ca.2m schon recht duster und kalt sind. Auch Höhlentauchgänge oder Tauchgänge unter Eis/Strömungstauchgänge waren damals an der Tagesordnung. Außerdem gab es da noch keine Tauchcomputer, und zum tarieren nutzen wir einfache "Rettungswesten", Jacketts gab's da noch nicht.


Du selber möchtest im klaren Meer tauchen aus reinem Spaß. Ich denke, wenn Du die ärztliche Hürde schaffst, spricht nichts dagegen. Geh es an, es wird eine Bereicherung für Dich sein :) . Mein eigenes schönstes Taucherlebnis waren die Islas Medas bei Estartid (Costa Brava). Das Barrier Reef war mir leider nicht vergönnt


LG Konrad


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Nikita (10.11.2017)

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Freitag, 10. November 2017, 18:13

@Konrad
Leider nicht in Down Under, aber auch hier in der Schweiz gibt es schöne Tauchreveiere :-).
Trommelfell wäre io, das war nie wirklich perforiert gewesen bislang und eben als Beifahrerin bin ich nicht wirklich fähig, resp. fahre am liebsten selber und brauche bei hohem Wellengang Tabletten auf See.

Mhh, warte mal meine Ci KK Geschichte ab und dann wäre es doch noch was für nächsten Frühling?

andersegis

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Sonntag, 12. November 2017, 08:54

"- Permanenter Schwindel ist ein KO-Kriterium. Aber ich interpretiere aus
"Übelkeit als Beifahrer", dass Du selber ohne Weiteres Auto fahren
kannst. Die "Übelkeit als Beifahrer" erleide ich bei so manchem Fahrer
auch schon immer :D , war nie ein Problem beim Tauchen.

- Das absolute NoGo ist/sind
perforierte(s) Trommelfell(e). Wenn der Kopf unter Wasser kommt wird das
Mittelohr "geflutet", und damit auch das Gleichgewichtsorgan. Gelinde
gesagt führt das dann zu Funktionsstörungen, die Schwindel und/oder Orientierungslosigkeit
hervorrufen können. Im schlimmsten Fall taucht man dann in einer
Krisensituation (Versagen des Lungenautomaten) ab statt aus. Es soll
sehr erfahrene Taucher geben, die das durch genaue Beobachtung
(aufsteigende Luftblasen) kompensieren, aber verlassen wollte ich mich
darauf nicht
"

Hi,

Ich habe 0% Gleichgewicht weil meine beiden dafür zuständigen Organe zusammen mit der Ertaubung flöten gegangen sind. (also im Prinzip permanenter Schwindel) Vorteil, wenn man mein Mittelohr flutet passiert bei mir überhaupt nichts. Also ich bin Schwindelimmun. Im schwimmbad weiß ich wenn ich unter Wasser die Augen schließe nicht wo oben ist. Aber ich dachte das wäre beim tauchen bei glasklarem Wasser ohnehin nicht so von Bedeutung. Wie kommst du zu dieser Schlussfolgerung?

Konrad

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Sonntag, 12. November 2017, 12:02

Halo andersegis,

Im schwimmbad weiß ich wenn ich unter Wasser die Augen schließe nicht wo oben ist. Aber ich dachte das wäre beim tauchen bei glasklarem Wasser ohnehin nicht so von Bedeutung. Wie kommst du zu dieser Schlussfolgerung?
Schwimmbad und Freigewässer sind 2 verschiedene Sachen. Das "Planschen" im Becken mit 3-5m Wassertiefe in Badehose/anzug hat nichts zu tun mit Tauchen in Ausrüstung (Anzug, Jackett, Pressluftflasche, Bleigurt, ... >20kg am Körper) in Gewässern, wo der Grund meist noch nicht mal sichtbar ist, weils eben mal 30m runter geht:
- Faktor Temperatur: Auch im Sommer sind bei Tauchgängen in unseren Breitengraden ab so 10-15m nicht mehr als 6 Grad Celsius zu erwarten -> bis zu 7mm Neopren am Körper, das Schwimmbad ist dagegen eine Badewanne
- Klare Sicht wäre wünschenswert, ist aber nicht immer gegeben, wir sind in der freien Natur. Das gilt auch im Meer, da ist auch nicht immer eitel Sonnenschein. Die Sichtverhältnisse können sich plötzlich und unerwartet ändern. Dann sieht man die Luftblasen tatsächlich nicht mehr. Das habe ich selber oft genug erlebt beim Tauchen in Baggerseen oder natürlich auch bei Nachttauchgängen, oder auch mal im Meer, als ein Taucher in der Gruppe durch Unerfahrenheit/Hektik Sediment aufgewirbelt hat.
- Im Schwimmbad machst Du Dich lang, und stehst sofort im Wasser, wenn plötzlich etwas unerwartetes eintritt. Im Freigewässer hast Du u.U.10m Wasser über und unter Dir, was dann?
- Im Schwimmbad bist Du "Apnoetaucher", d.h.: Mit dem Atemzug, mit dem Du abtauchst, tauchst Du auch wieder auf. Im Freigewässer musst Du auch, wenn Du in einer Notsituation bist einige Dinge beim Austauchen beachten, weil Du ja komprimierte Luft in der Lunge hast, die sich beim austauchen entspannt (von der Einhaltung von Dekompressionsphasen mal ganz zu schweigen)
...
All das und noch viel mehr sind stressbedingte Situationen. Im Notfall (z.B.: Versagen des Lungenautomaten) ist schnelles und zielgerichtetes Handeln gefragt. Wenn ich dann noch nicht mal weiß, in welche Richtung ich muss, ist es zur Panik nicht mehr weit. Und Panik unter Wasser mündet in den meisten Fällen in eine Katastrophe

Daher ist neben der körperlichen Fitness auch dem Gleichgewichtsorgan eine besondere Bedeutung beizumessen. So viel ich weiß (zumindest war das zu meiner Zeit so) kriegt man die Tauchtauglichkeit mit perforiertem Trommelfell sowieso nicht bestätigt.


Gruß, Konrad
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